Is Guillermo del Toro’s 'Frankenstein' a Masterpiece… or a Netflix Compromise?
Ist Guillermo del Toros „Frankenstein“ ein Meisterwerk… oder ein Netflix-Kompromiss?

Del Toro behauptet, „Frankenstein“ sei der Film, den er geboren wurde zu machen – eine 40 Jahre andauernde Obsession, verwurzelt in Kindheitstrauma, katholischer Symbolik und dem klassischen Film von 1931. Und visuell ist es ein Triumph: Jacobs Elordis Kreatur ist ein marmorgehüllter Titan der Trauer, kein grüner Zombie. Doch hier liegt die Ironie: ein Mythos über unnatürliche Schöpfung… zum Leben erweckt von Netflix, einem Studio, das Kino wie skalierbaren Content behandelt.
Der wahre Horror ist nicht die genähte Haut der Kreatur – sondern dass dieses 90-Millionen-Dollar-Leidenschaftsprojekt möglicherweise nur auf unseren Handys überlebt. Del Toros Traum endlich verwirklicht… aber verkleinert, um auf einen sechs Zoll großen Bildschirm zu passen. Wann wurde das Monster zur Industrie?
Netflix als echtes Monster zu bezeichnen ist absoluter Ludditen-Unsinn. Sie finanzieren Autoren, die niemals Studio-Unterstützung erhalten würden. Del Toro bekam völlige kreative Kontrolle. Willst du ernsthaft, dass er weitere 20 Jahre wartet, bis ein Studio dies grünes Licht gibt?
Kreative Kontrolle bedeutet nichts, wenn der Film nicht auf der großen Leinwand atmen kann. Dieser Film wurde nicht fürs iPhone-Scrollen gemacht. Es ist eine Kathedrale aus Bildern – ihn auf Netflix einzusperren ist, als würde man die Sixtinische Kapelle in einen U-Bahn-Tunnel zwängen.
Romantisieren wir del Toro nicht zu sehr. Er verfolgt schon immer Spektakel. Die Fehler dieses Films – die flache CGI, die überlange Laufzeit – existieren, weil er es konnte. Netflix hat ihn nicht gezwungen, ihn 2h29m lang mit 400 VFX-Shots zu machen.
Ihr versteht seine Vision nicht. Die digitale Flachheit ist beabsichtigt – sie soll die Distanz der Kreatur von der organischen Welt widerspiegeln. Der Film ist eine Kritik am künstlichen Leben… sogar in seiner Form.
Alle übersehen den eigentlichen Punkt: Das ist del Toros Therapiesitzung. Die Kreatur ist sein unterdrücktes Selbst, der Vater ist die Industrie, und Netflix? Das ist der reiche Onkel, der deine Reha bezahlt, aber dein Fortschreiten kritisch beurteilt.
Ihr denkt zu viel nach. Ich habe ihn während der Mittagspause auf meinem iPad gesehen. Sah gut aus. Die Kreatur hat geweint und ich auch. Aufgabe erfüllt.
Reden wir über Zahlen: Netflix zahlt del Toro 200 Mio. $ pro Jahr. Das ist keine Förderung – es ist Branding. Sie gewinnen, egal ob der Film ein kinematographischer Triumph oder ein fehlerhaftes Experiment ist. Hype ist das Produkt.