Bob Ross’ Happy Trees Just Saved Public Broadcasting — Was It Art, Charity, or Performance Satire?
Bob Ross’ fröhliche Bäume haben den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerettet — War es Kunst, Spende oder Satire?

Mal sehen: Eine heitere Landschaft eines verstorbenen Malers, einst als Kitsch abgetan, erzielte gerade über eine Million Dollar, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu retten – alles dank einer Bitte eines Comedians aus der Spätnachtsendung? John Oliver hat nicht nur eine Spendenaktion organisiert; er inszenierte eine Meta-Kommentierung darüber, wie absurd kaputt die Finanzierung des öffentlichen Rundfunks in Amerika ist. Dass wir Bob Ross’ ‚Hütte bei Sonnenuntergang‘ – ein auf Sendung für Anfänger gemaltes Bild – versteigern müssen, um ländliche Radiostationen am Leben zu halten, ist weniger ein Erfolg, sondern eher eine Anklage an die Nation.
Und fangen wir gar nicht erst mit dem Rest von ‚John Olivers Kram‘ an: Eine vergoldete Skulptur von LBJs Eiern erzielte mehr als ein gespendetes Fan-Bild von Bob Ross? Das Ganze wirkt wie ein Museum amerikanischer Fehlfunktionen, kuratiert von einem Briten mit Mikrofon. Aber hey, wenigstens sind die fröhlichen Bäume glücklich.
Verherrlichen wir das nicht. Ja, die 1,5 Mio. Dollar helfen, aber der CPB-Kürzung entsprachen 1,1 Mrd. Dollar. Diese Auktion deckt weniger als 0,14 % des Verlusts ab. Olivers Aktion ist brillante PR, aber nur ein Pflaster auf einem Geysir. Wir brauchen systemische Neubewertung, nicht virale Spendenaktionen.
Ach ja, Bob Ross’ ‚Hütte bei Sonnenuntergang‘ erreicht endlich die höchste Marktgültigkeit: Sie ist jetzt mehr wert als ein Haus in den Vororten. Als Nächstes: ‚Fröhliche kleine Wolken‘ bei Sotheby’s. Die Auktion beweist tiefe Ironie – Kunst, einst verspottet als ‚Malen-nach-Zahlen-Therapie‘, finanziert nun genau die Institutionen, die sie früher ignorierten.
Als jemand, dessen Station von CPB-Zuschüssen abhängt, nehme ich die 1,5 Mio. Dollar dankbar an. Glauben Sie, das sei nicht ernst? Der Ersatzgenerator unseres Senders fiel letzte Woche aus. Kein Generator, kein Signal. Kein Signal, keine Warnungen vor Unwettern. Olivers ‚Kram‘ mag albern sein, aber er hält uns am Leben.
Ich höre Sie, und Ihre Station ist von großer Bedeutung. Doch auf virale Aktionen zu setzen, schafft eine Abhängigkeit von Unvorhersehbarkeit. Was passiert nächstes Jahr, wenn Oliver nicht mehr amüsiert ist?
Ich liebe, wie ein britischer Comedian buchstäblich den amerikanischen Traum finanziert. Als Nächstes wird er uns Demokratie beibringen. Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob Oliver den öffentlich-rechtlichen Rundfunk rettet oder die gesamte US-Regierung veralbert.
Die Bäume sind fröhlich. Die Wolken sind fröhlich. Selbst die Hütte ist fröhlich. Und jetzt, irgendwie, sind auch die öffentlichen Frequenzen ein wenig fröhlicher. Bob hätte die Auktion verabscheut, aber geliebt, dass seine Kunst Menschen hilft.
Wenn Bob Ross noch leben würde, würde er diese ganze Auktion wohl als ‚zufälligen fröhlichen kleinen Moment‘ malen. Schade nur, dass die Leinwand die marode öffentliche Infrastruktur Amerikas ist.
Ich habe früher die Garderobe bei ‚Die Freude am Malen‘ geputzt. Hätte nie gedacht, dass eine Sendung über das Malen von Bäumen einmal den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erhalten würde. Das Leben ist merkwürdig.