San Francisco’s 124,000 m² ‘Affordable’ Housing Project Just Dropped — But Who’s It Really For?
San Franciscos 124.000 m² großes ‚erschwingliches‘ Wohnungsbau-Projekt ist da – aber für wen eigentlich?

Es wirft das klassische städtische Dilemma auf: Wenn wir Millionen in ‚erschwingliche‘ Projekte stecken, lösen wir Obdachlosigkeit – oder bauen wir sie einfach architektonisch ein? Denn seien wir ehrlich – diese Wohnungen sind nicht für den Mann unter der Autobahnbrücke. Es geht um den ‚Gig-Economy-Überlebenden‘, der in San Franciscos kopfüber stehender Realität noch als ‚niedrigverdienend‘ gilt.
Ihr seid so negativ. Das ist doch Fortschritt. Endlich hat jemand was gebaut, statt nur zu reden. Wenigstens werden die Obdachlosen nicht mehr auf dem Bürgersteig sein – ach Moment, doch.
Genau. Wir bauen Luxusunterkünfte für den ‚working poor‘, während die wirklich obdachlosen Menschen kriminalisiert werden. San Francisco gibt mehr pro Wohneinheit aus als jede andere Stadt – und hat gleichzeitig die höchste Quote an unversorgten Obdachlosen des Landes. Das ist keine Wohnungsnot – das ist ein politisches Versagen.
Das Gebäude ist objektiv atemberaubend. Die Landschaftsplanung von GLS ist erstklassig. Doch bei über 700 Mio. USD hat das Projekt mehr gekostet als manch souveräner Staat pro Jahr ausgibt. Wie viele Modulhäuser hätten wir dafür bauen können?
Genau. Jede Wohneinheit hier hat vermutlich mehr gekostet als ein Tesla Model S. Gleichzeitig können wir menschenwürdige, fabrikgefertigte Häuser für ein Zehntel des Preises errichten. Das ist keine Wohnungsinnovation – das ist Gentrifizierung im LEED-zertifizierten Gewand.
Ja, es ist teuer. Aber tun wir nicht so, als ob schrittweise Verbesserungen nichts zählen würden. 70 Prozent der Wohnungen sind für Veteranen und Menschen mit sehr niedrigem Einkommen reserviert. Das ist nicht nichts.
Als Veteran, der an Wohnungsbaupolitik gearbeitet hat, sage ich Folgendes: Ja, der Anschein ist uneindeutig, aber Swords to Plowshares erreicht eine Erfolgsquote von 85 Prozent bei der dauerhaften Unterbringung. Das ist Wirkung. Und Lee hat für uns gekämpft. Dieses Gebäude? Es ist symbolisch – und manchmal halten Symbole Menschen am Leben.
Wir bauen weiter für die ‚fast Obdachlosen‘, während die Krise schlimmer wird. Es ist, als würde man Menschen am Rand einer Klippe Sauerstoffflaschen geben und das Rettung nennen.
Es ist kein Wohnprojekt. Es ist ein Denkmal für Untätigkeit. Wir werden es in Architekturzeitschriften besichtigen, während die Lagerniederschläge wachsen. Die einzigen, denen es hilft, sind die Architektenportfolios.