Vince Gilligan Just Rewrote the Zombie Genre — But Is Happiness the Real Horror?
Vince Gilligan hat gerade das Zombie-Genre neu geschrieben – aber ist Glück am Ende die wahre Horrorvorstellung?

Vince Gilligans neue Apple-TV+-Serie Pluribus ist nicht nur Science-Fiction – es ist eine philosophische Handgranate, getarnt als postapokalyptischer Thriller. Anstatt faulender Zombies sehen wir die Menschheit lächelnd, vereint und selig zufrieden in einem Kollektivbewusstsein. Der Haken? Die freie Willensentscheidung existiert nicht mehr. Und die Einzige, die noch für Individualität kämpft, ist Rhea Seehorns Carol – eine Rolle, die exklusiv für sie geschrieben wurde. Das ist nicht nur Besetzung; das ist filmische Liebeslyrik.
Gilligan sagt, die Idee stamme aus einer Zeit vor zehn Jahren, inspiriert von einer Fantasie, bei der 'jeder einen bestimmten Mann liebt'. Doch dann kam die Realität: Rhea Seehorn. Während er sie am Set von Better Call Saul beobachtete, wurde ihm klar: 'Warum nicht eine Frau? Warum nicht sie?' Jetzt fordert Pluribus uns heraus: Ist eine Welt ohne Konflikt – eine Welt erzwungenen Glücks – wirklich eine Utopie? Oder ist es die gruseligste Dystopie, die wir je angelächelt haben?
Das Gruseligste an Pluribus ist nicht das Virus – es ist die moralische Grauzone. Wenn die Menschen wirklich glücklich sind, die autonome Entscheidungsfreiheit hin oder her, ist das dann immer noch eine Tragödie? Das hier ist nicht The Walking Dead. Es gibt keine stöhnende Masse. Dies ist eine Gesellschaft, in der das Leiden ausgerottet wurde. Wir schauen nicht auf Überlebende – wir schauen auf eine Minderheit, die aus Freiheitsgründen am Schmerz festhält. Wer ist hier eigentlich das Monster?
Pluribus ist die Art Serie, die vorgibt, tiefgründig zu sein, dabei aber selbstgefällig flach bleibt. 'Glück ist beängstigend'? Bitte. Menschen wollen Sinn, nicht nur Lächeln. Das ist das reinste Bauchnabel-Starten-Fernsehen.
An Kino-Zweifler: Du verstehst den Punkt völlig falsch. Es geht nicht um Glück gegen Traurigkeit – es geht um Entscheidungsfreiheit. Selbst wenn 99 % das Glücksgefühl wählen, macht es die Tatsache, dass es erzwungen ist, unfrei. Das ist die zentrale Spannung. Gilligan sagt nicht, Freude sei böse. Er fragt: Kann man es Freiheit nennen, wenn man es nicht selbst gewählt hat?
Als jemand, der bei ihrer Gerichtsrede in Staffel 5 von Better Call Saul geweint hat, bin ich emotional schon längst beteiligt. Die Tatsache, dass Gilligan die Rolle für sie geschrieben hat? Perfekt. Ich muss die Serie nicht mal sehen – ich weiß, dass sie mein Herz auf wunderschöne Weise brechen wird.
Pluribus wirkt wie eine Metapher für algorithmisches Social Media. Wir werden alle auf dieselbe Stimmung, dieselben Gedanken eingestellt. Das Kollektivbewusstsein ist keine Science-Fiction – es ist bereits da. Wir haben es nur nicht bemerkt, weil wir lächeln.
Spricht niemand über den Wechsel zum 2.39:1-Format? Gilligan wechselte von statischen Bildern in Saul zu schwebenden Kodachrome-Träumen. Das ist nicht nur eine neue Geschichte – es ist eine neue filmische Sprache. Der breite Bildschirm ist nicht leer; er ist voller Abwesenheit. Genial.
Ich will nur wissen, ob es in der Apokalypse Snacks gibt. Also, genießen die Kollektiv-Leute immer noch Tacos? Denn wenn ja, ehrlich gesagt? Dann könnte ich ihnen beitreten.