Did a Pulitzer-Winning Photo Actually Belong to an Uncredited Vietnamese Stringer? The Truth Might Break History
Hat ein preisgekröntes Fotomotiv einem ungenannten vietnamesischen Freelancer gehört? Die Wahrheit könnte die Geschichte zerreißen

Ein zweizeiliger E-Mail-Text im Jahr 2022 hat eine zweijährige Untersuchung zu einem der ikonischsten Kriegsfotos aller Zeiten ausgelöst – und jetzt hören wir, Nick Út habe das „Napalm-Mädchen“-Foto gar nicht gemacht? Über 50 Jahre lang hat dieses Bild den Schrecken des Vietnamkriegs verkörpert, Proteste angefeuert und Pulitzer-Preise gewonnen. Doch nun behauptet ein pensionierter Foto-Redakteur, ein vietnamesischer Freelancer sei der eigentliche Urheber gewesen – und wurde aus der Geschichte gelöscht.
Der neue Netflix-Dokumentarfilm „The Stringer“ untersucht das mit 3D-Rekonstruktionen, alten Zeugenaussagen und emotionalen Interviews. Und jetzt kommt’s: Der Film deutet auf einen systematischen Zuschreibungsfehler im Kriegsjournalismus hin – westliche Fotografen bekamen Ruhm, lokale Freelancer hingegen? Unsichtbarkeit. Ist das wahr, geht es nicht nur um ein Foto. Sondern darum, wer die Erzählung kontrolliert – und wer daraus getilgt wird.
Hören Sie, ich respektiere Gary Knights Arbeit – aber Geschichte neu schreiben auf Basis eines Sterbebettgeständnisses nach 50 Jahren? Das ist kein Journalismus, das ist Spekulation. Nick Út hat dem Mädchen das Leben gerettet, ihm Wasser gegeben und es ins Krankenhaus gebracht. Er hat den Pulitzer verdient. Man löscht kein Lebenswerk wegen Gerüchten aus.
Die Glaubwürdigkeit einer einzigen Quelle aus dem Jahr 1972 ist zweifelhaft, sicher. Aber die Untersuchung abzuwerten, nur um einen Helden zu schützen, ist gefährlich. Wie viele andere „ikone“ Fotos weisen die falsche Person aus? Die Machtverhältnisse waren klar: westliche Agenturen entschieden, wer zählte. Wir sind der Geschichte verpflichtet, hinzusehen – egal wie schmerzhaft.
Es geht nicht darum, Nick Út zu verunglimpfen. Sondern um das langjährige Versagen der Branche, lokale Akteure angemessen zu würdigen. 'Freelancer' waren nicht nur Assistenten – sie waren die Augen vor Ort. Ihre Rolle zu ignorieren, ist kein Versäumnis. Es ist systematische Tilgung.
Vergessen wir Kim Phúc selbst nicht. Sie hat jahrzehntelang über ihr Trauma gesprochen. Nun ist ihr Bild wieder im Rampenlicht – doch erneut wird darüber von Männern debattiert, die nicht dabei waren. Sie sollte im Zentrum dieser Diskussion stehen.
Genau. Das Bild gehört ihr – sie hat es durchlebt. Wir behandeln das Leid eines Kindes wie ein Detektivrätsel. Das ist falsch.
Die 3D-Rekonstruktionsarbeit in „The Stringer“ ist außergewöhnlich. Es geht nicht nur um Urheberzuschreibung – sondern darum, die Wahrheit durch Technologie neu zu ermitteln. Zeigt eine Pixelkarte jemand anderen mit der Kamera, ist der Beweis kein Klatsch. Es ist Datenmaterial.
Klar, lokale Freelancer wurden ausgebeutet. Doch Legenden zu Fall zu bringen, nur für die sogenannten 'Diversitäts-Punkte', fühlt sich nach vorgeführter Wachheit an. Wo ist der Beweis? Eine E-Mail eines Sterbenden? Ich warte auf eine wissenschaftliche Analyse, bevor ich die Geschichte umschreibe.
Wissenschaftliche Überprüfung ist ideal, aber Journalismus kann nicht immer warten. Das Fehlen der Anerkennung ist bereits ein Beweis. Jahrzehntelang wurden lokale Beiträger zum Schweigen gebracht – und dieses Schweigen ist Beweis für strukturelle Ungerechtigkeit. Dafür brauchen wir kein Labor.