Is Emily Henry Taking Over Hollywood? The Rom-Com Empire Just Got a Major Upgrade
Übernimmt Emily Henry Hollywood? Das Rom-Com-Imperium bekommt ein massives Upgrade

Emily Henry schreibt also nicht nur Bestseller – jetzt verfasst sie auch noch die Drehbücher zu deren Verfilmungen? Das ist nicht nur künstlerische Kontrolle, das ist eine feindliche Übernahme der Rom-Com-Abteilung von Hollywood. Als Nächstes besetzt sie jede Hauptrolle mit Taylor Swift.
Aber mal im Ernst: Der Autor schreibt das Drehbuch? Das kann so richtig gut oder komplett in die Hose gehen. Ich habe immer noch Flashbacks an Dan Brown, der The Lost Symbol mitschreiben wollte. Bei Henry jedoch, deren Prosa praktisch schon Dialoge enthält, könnte dies die Ausnahme sein, die die Regel bestätigt.
Seien wir ehrlich – Henry ist nicht einfach so aufgetaucht. Sie ist die Krönung einer jahrelangen Wiedergeburt intelligenter, charakterbasierter Romantic Comedies. Nach Sex and the City, nach Bridesmaids waren wir verhungert nach Liebesgeschichten mit emotionaler Intelligenz. Sie hat das Rad nicht neu erfunden – sie hat ihm eine Tesla-Batterie verpasst.
Ach komm. Sobald ein Autor sein eigenes Drehbuch schreibt, schleichen sich Selbstporträts ein. Erinnerst du dich an die Nicholas-Sparks-Verfilmungen? Jede männliche Hauptfigur war buchstäblich er in einem Flanellhemd. Henrys Dialoge funktionieren vielleicht auf der Seite, aber Film ist Zusammenarbeit. Das hier wirkt wie ein Egotrip, der noch bevorsteht.
Daten lügen nicht: 78 % von Henrys Leserinnen sind zwischen 25 und 40, überwiegend weiblich. Netflix handelt nicht romantisch – sie handeln gezielt. Das ist keine Kultur. Das ist Demografie.
Aber ist das nicht irgendwie wunderschön? Ein Autor bekommt endlich die Chance, seine Vision ungefiltert zu sehen? Der ganze unterschwellige Text bleibt erhalten, der gesamte lockere Dialog ist prägnant. Ich würde das jedem Studio-Autor jederzeit vorziehen.
Genau. Und vergiss nicht – das ist nichts Neues. Nora Ephron schrieb When Harry Met Sally. Emma Thompson verfasste die Adaption von Sinn und Sinnlichkeit. Autorinnengeführte Verfilmungen mit emotionaler Authentizität waren schon immer der Goldstandard – wenn sie gut gemacht wurden.
Toll, ein weiterer Rom-Com-Film, in dem alle unvorstellbar attraktiv sind, in unmöglichen Wohnungen leben und ihre Traumata bei einer sechswöchigen Auszeit am See verarbeiten. Kann es kaum erwarten, die Pinterest-Pinnwand mit gemütlichen Pullovern zu sehen.
Nichts davon zählt, wenn sie die ruhigen Momente ruinieren – die Blicke, die fast-Küsse, die unausgesprochenen Sätze. Dort lebt Henrys Magie. Nicht in der Handlung, sondern im Atem.