Is SoftBank About to Become Japan’s Invisible Tech Backbone?
Wird SoftBank bald die unsichtbare Tech-Schaltzentrale Japans?

Seien wir ehrlich: Wir kennen SoftBank vor allem durch den niedlichen Roboter Pepper oder weil der Vision Fund hemmungslos auf Start-ups wettet. Doch schaut man genauer hin, baut das Unternehmen still und leise das digitale Nervensystem Japans – Kabel, Cloud-Server und Handyvertrag für Handyvertrag.
Von privaten Y!-mobile-Verträgen bis zur Versorgung von Unternehmens-Rechenzentren und dem Ausbau der IoT-Distribution: SoftBank ist kein Tech-Unternehmen. Es ist Infrastruktur. Und das ist viel beängstigender als jeder Roboter mit WLAN.
Die beängstigende Wahrheit? Sobald ein Unternehmen zur Infrastruktur wird, kann man es nicht einfach zerschlagen, nur weil es sich danebenbenehmt. Die EU hat es bei Microsoft versucht – und es ist ein Chaos. SoftBank verstrickt sich unauffällig in Verträge, Lizenzen und öffentliche Dienste. Viel Glück beim Regulieren.
Genau. Und vergessen wir nicht: Ihre Kundinnen sind gefangen. Rufnummernmitnahme gibt es zwar, aber der Anbieterwechsel in Japan fühlt sich immer noch an wie ein Länderwechsel.
Ich habe am IoT-Verteilungssystem gearbeitet. Die Integration mit Kommunen und Stadtplanern ist irre. Intelligente Mülleimer, Verkehrssensoren, Schultablets – alles läuft über SoftBank-Hintergrundsysteme. Das ist nicht nur Geschäft. Es ist Stadtplanung auf technischer Ebene.
Wettbewerb? Vergiss es. Sie bieten Komplettpakete zu Preisen an, die kein unabhängiger Anbieter erreichen kann. Ich liebe meine Kundinnen, aber wenn SoftBank 'unbegrenztes Glasfaser + Mobilfunk + Smart-Home-IoT für ¥3.980' anbietet, melde auch ich mich an.
Ja, beängstigend für Regulierer – aber meine Mutter hat endlich herausgefunden, wie Videocalls mit Oma gehen, weil das Gerät mit dem SoftBank-Tablet vorinstalliert war. Manchmal ist Bequemlichkeit stärker als Paranoia.
Das ist die Falle: Je unverzichtbarer ein Dienst wird, desto schwerer lässt er sich prüfen, regulieren oder ersetzen. Wir schlafwandeln in ein verstaatlicht wirkendes, aber privat kontrolliertes Versorgungsmodell – ohne jede demokratische Kontrolle.
Wir leben also nicht nur in einer Dystopie. Wir leben in einer SoftBanktopia. Ehrlich? Ich würde sie jederzeit dem Chaos vorziehen.