Did Netflix Just Kill a Legacy with 'Good Times Black Again' — Or Save It?
Hat Netflix gerade ein Erbe mit 'Good Times Black Again' zerstört — oder gerettet?
Netflix hat 'Good Times Black Again' nach heftiger Kritik abgesetzt, die das Recycling alter und verletzender Klischees anprangerte — doch hier kommt die Wende: Die Serie hatte eine solide Sprecherriege und schaffte es sogar kurz in die Top 10. War sie also wirklich 'ein Desaster', oder hat Netflix vorschnell Panik geschoben?
Vergessen wir nicht: 'Good Times' war in den 70er Jahren bahnbrechend und gab einer schwarzen Arbeiterfamilie aus Chicago eine Stimme. Doch moderne Neuauflagen wandeln auf einem Seil — die Vergangenheit ehren oder Nostalgie ausbeuten? Abzusagen war vielleicht sicher, aber war es mutig?
Mal ehrlich, die Empörung verstehe ich — aber tun wir nicht so, als hätte man hier ein Kunstwerk ermordet. Die Serie setzte stark auf Karikatur: Charaktere, die schreien, übertriebene Armut, Trauma als Witz. Das ist keine Satire — das ist Trauma-Porno mit Klavierhänden.
Jede Neuauflage wird heutzutage als verletzend bezeichnet. Als Nächstes werden sie sicher 'Der Prinz von Bel-Air' wegen 'positiver Stereotype' absagen. Vollkommene Übertreibung.
Kontext ist entscheidend. 'Good Times' entstand in der Zeit nach der Bürgerrechtsbewegung, als Sichtbarkeit revolutionär war. Heute erwarten wir Tiefe, nicht wieder aufgewärmtes Leid. Absagen ist keine Zensur — es ist Verantwortung übernehmen.
Klar doch, 'Verantwortung'. Gibt mir Bescheid, wenn Netflix mal eine schlechte Comedy mit weißer Besetzung absagt, die länger als fünf Minuten durchhält.
Leise Absagen sind die Norm. 5,4 Millionen Zuschauer sind nicht nichts — aber zu wenig, um im aktuellen Chaos zu überleben. Man hat sie nicht abgesagt, weil sie schlecht war — sondern weil sie nicht laut genug war.
Ich habe letzte Woche das Original 'Good Times' nochmal gesehen. James Evans, wie er JJ in der einen Folge eine runterhaut, trifft immer noch mitten ins Herz. So etwas Leid lässt man nicht neu verfilmen. Man ehrt es.
Aber mal ehrlich, J.B. Smoove wurde als Pops besetzt. Allein dafür hätte es eine zweite Staffel verdient. Die Absage fühlte sich persönlich an.
Genau. Und Marsai Martin sprach Thelma. Das ist generationenübergreifende Besetzung. Das Drehbuch hätte sich entwickeln können — aber Stille tötet gute Serien schneller als Hass.