Ariana Grande as Glinda: Is This the Most Culturally Layered Fantasy Film Costuming in Hollywood History?
Ariana Grande als Glinda: Ist das die kulturell tiefgründigste Fantasy-Kostümierung in der Hollywood-Geschichte?

Paul Tazewell hat für „Wicked: For Good“ nicht einfach nur Kleidung entworfen – er hat emotionale Rüstungen, generationelle Traumata und rassistische Metaphern in jeden Stich eingearbeitet. Wenn Elphaba komplett in Schwarz auftritt, ist das keine Mode – es ist Trauer, Isolation und ein defiant ausgestreckter Mittelfinger gegen eine Welt, die sie ablehnt. Und die Besetzung von Cynthia Erivo? Das ändert alles.
Währenddessen ist Glindas schillernde Ankunft in der Blase nicht nur Glamour – sondern eine Kritik an performativer Weiblichkeit. Und fangen Sie mir bloß nicht mit dem 'Sex-Cardigan' an. Die Tatsache, dass Elphaba während ihrer intimen Szene einen handgewebten Wollpullover trägt, ist kein Zufall. Sie drückt Selbstversorgung aus, nicht Verführung. Diese erzählerische Kohärenz in der Kostümierung? Fast schon legendär.
Tazewell leistet echte Repräsentationsarbeit. Indem er eine Schwarze Schauspielerin als Elphaba besetzt – eine Figur, die wegen ihrer Hautfarbe verachtet wird – und sie in funktionales Schwarz kleidet, passt er die Geschichte nicht nur an. Er lässt sie über Jahrhunderte Schwarzen Schmerz und Überleben sprechen. Es ist ein direkter Spiegel unserer Realität.
Oh bitte. Es ist immer noch ein Milliarden-Dollar-Franchise, das Empowerment über Merchandise und Spotify-Playlists verkauft. Der 'Sex-Cardigan' ist jetzt ein 95-Euro-Pullover auf Amazon. Nennen Sie es Repräsentation, wenn Sie wollen – ich nenne es Kapitalismus mit einem gewissenhaften Pflaster.
Würdigen wir die textilbasierte Erzählung. Dass Elphaba ihre eigenen Klamotten webt? Das ist nicht nur Weltgestaltung – es ist feministischer Handwerk-Aktivismus. Die Wolle ist grob, handgemacht, widerstandsfähig. Sie spricht von Autonomie und Überleben. Im Vergleich zu Glindas nahtlosem, massenproduziertem Glitzer. Die eine von Maschinen gemacht, die andere von Händen.
Die ursprüngliche Glinda war in Weiß und Rosa pure Magie. Diese neue Version wirkt wie ein Themenpark-Maskottchen in holografischem Glitzer getaucht. Wo ist die Eleganz? Wo die Einfachheit? Ich vermisse den klassischen Hollywood-Zauber.
Meine Tochter hat geweint, als sie die Kostüm-Galerie sah. Sie hat sich immer 'anders' gefühlt, und Elphaba in Schwarz, stark und stolz zu sehen? Hat eine andere Wirkung gehabt. Endlich darf der Außenseiter der Held sein. Das ist wichtig.
Der 'Sex-Cardigan' ist eigentlich genial. Er normalisiert echte Körper in intimen Szenen. Keine Korsetts, keine Polster – einfach eine Frau in einem groben Strickpullover, verletzlich. Und ja, ich werde einen nachstricken.
Schwarze Elphaba? Die Symbolik verstehe ich. Aber musste sie aussehen wie eine Erstsemesterin, die im Herrensortiment gewütet hat? Ein bisschen ästhetisches Gleichgewicht wäre nicht schlecht.
Aber wir kaufen trotzdem alle Eintrittskarten. Die Maschine läuft weiter. Aber hey, wenigstens passt der Pullover zum Thema.