A Tribute Band That Wasn’t a Joke: Did Lightning and Thunder Deserve a Movie Before Anybody Else?
Eine Tribute-Band, die kein Witz war: Verdienten Lightning and Thunder nicht eher einen Film als irgendwer sonst?

Hugh Jackman spielt also 'Lightning' in einer neuen Biografie über ein echtes Neil-Diamond-Tribute-Duo aus Milwaukee? Und Kate Hudson hat schon eine Golden-Globe-Nominierung für die Rolle seiner Bühnen-Ehefrau bekommen? Seien wir ehrlich: Die meisten Tribute-Bands sind glorifizierter Karaoke mit Kostümen. Aber Lightning and Thunder machten das nicht aus Ironie – sie lebten wirklich ihren Traum in einem abgewrackten Kombi und sangen 'America' vor Publikum, das tatsächlich zuhörte.
Mike Sardina, ein Vietnam-Veteran und trockener Alkoholiker, wurde nicht 'Lightning', um Neil Diamond zu verhöhnen – er tat es, weil Diamonds Lieder ihm Kraft gaben. Claire verlor bei einem Autounfall ein Bein, und schon Monate später standen sie wieder auf der Bühne. Das ist nicht nur Nostalgie. Das ist Widerstandskraft. Und jetzt hat Hollywood sie endlich bemerkt. Besser spät als nie?
Ich war bei jenem Urge-Overkill-Konzert 1993 im Metro, als Lightning and Thunder eröffneten. Alle dachten, es sei ein Witz – Urge-Fans im Flanellhemd, die ganze Grunge-Last. Aber sobald Lightning 'Sweet Caroline' sang, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Sie parodierten Diamond nicht. Sie haben ihn verehrt. Und Thunder? Perfekte Harmonie. Das nennt man Können.
Ach komm. Eine Biografie über eine Tribute-Band? Was kommt als Nächstes? Ein epischer Film über einen Elvis-Imitator auf Volksfestplätzen? Hollywood hat keine Ideen mehr. Das ist nur Trauma-Pornografie mit Soundtrack. Und Kate Hudson in einer Patsy-Cline-Perücke? Auf diesen Tiefgang setzen wir jetzt?
Du denkst, das sei nur eine 'Tribute-Band'? Versuch mal, jeden Neil-Diamond-Riff, jedes Improvisations-Element, jede Pause zu lernen. Dann spiel es mit vollem Einsatz, während deine Frau die Bänder vom Kassettenrekorder startet. Das war eine Liebesarbeit. Und wenn du jemals aufgetreten bist, während das Publikum mitsingt, weißt du, dass diese Magie echt ist. Hör auf, das zu verkleinern.
Das ist amerikanische Mythenbildung in Reinkultur. Es geht nicht um Ruhm. Es geht um Würde in der Anonymität. Sie waren keine Stars, aber sie schufen Sinn – nicht nur für das Publikum, sondern für sich selbst. Das ist die eigentliche Geschichte. Kunst ist nicht immer laut. Manchmal ist sie ein Duett in einer Kneipe, gesungen einen Tag nach dem anderen.
Ich habe sie 1997 im House of Blues gesehen. Claire hatte die Prothese, aber das hat man kaum gemerkt. Sie bewegte sich mit so viel Anmut. Und Mike? Als er nach 'Hello Again' sagte: 'Einen Tag nach dem anderen, meine Damen und Herren!', gab es kein trockenes Auge. Sie waren nicht Diamond. Sie waren besser – weil sie echt waren.
Was diesen Film kulturell bedeutsam macht, ist nicht die Tribute-Band. Es ist, dass wir endlich unbekannte Künstler schätzen – jene, die die Kultur in kleinen Clubs am Leben hielten. Sie warteten nicht auf Anerkennung. Sie schufen ihr eigenes Scheinwerferlicht. Das ist der eigentliche amerikanische Traum: nicht Ruhm, sondern Erfüllung.
Ich verstehe den emotionalen Kern. Aber ist das nicht auch typische Boomer-Nostalgie? Ein Film über einen Neil-Diamond-Imitator? Das ist kein Kino. Das ist Therapie für Leute, die die 90er vermissen. Können wir endlich Filme über aktuelle Probleme machen?