Shark Liver Oil in Your Moisturizer? The Dark Side of ‘Natural’ Beauty Just Got Real
Haifischleberöl in deiner Feuchtigkeitscreme? Die dunkle Seite der „natürlichen“ Schönheit wird jetzt konkret

Deine scheinbar ‚natürliche‘ Gesichtscreme könnte also geheim von Tiefseemonstern mit urzeitlichen Genen angetrieben werden. Ja, deine strahlende Haut könnte auf Gulperhaien beruhen – einer der langsamsten sich fortpflanzenden Arten des Planeten –, deren Lebern für Squalen entnommen werden. Und nein, das ist nicht nachhaltig.
Die CITES-Konferenz in Samarkand könnte endlich die Bremse beim Handel mit Haifischleberöl einlegen. Doch hier kommt der Knackpunkt: Firmen wie Biossance nutzen seit Jahren pflanzliches Squalen – und behaupten, es wirke besser. Warum töten dann immer noch einige Marken urzeitliche Haie für Profit? Ist „umweltfreundlich“ nur grüne Propaganda?
Die Leute erkennen nicht, wie zerbrechlich Tiefseeekosysteme sind. Arten wie die Gulperhaie wachsen langsam, erreichen die Geschlechtsreife spät und bekommen nur alle paar Jahre wenige Junge. Das ist nicht wie beim Fang von schnell wachsendem Thunfisch. Ein verlorener Generation könnte Jahrhunderte der Erholung bedeuten – wenn überhaupt.
Über CITES wird seit Jahren geredet. Immer heißt es: Diesmal ist alles anders. Doch das echte Problem? Die Durchsetzung. Ohne Zähne ist es nur eine Notiz mit guten Absichten.
Seien wir ehrlich: Squalen aus Haien ist billiger und leichter verfügbar als laborgewachsene Alternativen – zumindest vorerst. Hochwertiges pflanzliches Squalen erfordert eine Biotechnik-Infrastruktur, die die meisten kleineren Marken sich nicht leisten können.
Ich verwende seit fünf Jahren Squalen aus Zuckerrüben. Meine Haut war noch nie fettiger, geschmeidiger und weniger gereizt. Der Mythos, pflanzliche Inhaltsstoffe könnten nicht mithalten, ist tot. Die Innovation hat ihn getötet.
Die Aufnahme in Anhang II des CITES-Übereinkommens ist entscheidend. Sie verbietet den Handel nicht, verlangt aber Nachweise zur Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und hindert Länder am Export ohne wissenschaftliche Grundlage. Das ist echte Verantwortlichkeit.
Genau. Und wenn Verbraucher Transparenz fordern, reagieren Marken. Die Macht liegt in unseren Händen – und in unserer Brieftasche.
Die Malediven öffnen ihre Gulper-Hai-Fischerei wieder nach einem Rückgang um 97 %? Erschreckend. Aber CITES bietet eine seltene Chance: globale Regeln, die lokale Nachhaltigkeit tatsächlich durchsetzen. Lassen wir sie dieses Mal nicht wieder verstreichen.
Das fühlt sich an wie die 1980er – als in Lippenstiften noch Walöl verwendet wurde. Öffentliche Empörung, bessere Alternativen, aber trägheitsbedingte Profitinteressen. Diesen Kreislauf haben wir durchbrochen. Wir können es erneut tun.