The Prophet’s Rebellious Daughter: How One Woman Tore Up the Script and Found God in a Rival Faith
Die rebellische Tochter des Propheten: Wie eine Frau das Drehbuch zerriss und Gott in einer fremden Religion fand

Stellen Sie sich eine Frau vor, geboren im Herzen mormonischer Macht – im Lion House von Brigham Young, voller Halbgeschwister, Gärten, Schwimmbecken und familiärer Dramatik, die locker eine Mini-Serie füllen könnte. Doch schon früh rebellierte ihre Seele: mit 18 durchzubrennen, um einen Protestant zu heiraten – Sohn eines Ladenbesitzers – war kein bloßer romantischer Impuls, sondern ein Mittelfinger gegen die Polygamie.
Später flirtete sie kurz mit der Heirat von Kirchenpräsident Wilford Woodruff – ja, mit 70 – und wurde prompt exkommuniziert, nachdem sie gegen das Erbe ihres verstorbenen Vaters geklagt hatte. Dann konvertierte sie zum Katholizismus, wurde von verleumderischen Boulevardblättern angegriffen, überlebte ihren Mann, begrub zwei Kinder und blieb doch fromm. Das ist nicht nur Geschichte – es ist eine Meisterklasse in Widerstandskraft.
Was mich am meisten beeindruckt, ist nicht ihre Rebellion – es ist ihre Konsequenz. Sie lehnte die Polygamie als giftig ab und baute ihr Leben dann um eine Religion herum auf, die, obwohl anders, ebenfalls Treue, Verbindlichkeit und geistige Disziplin einforderte. Das ist keine Heuchelei. Das ist Integrität.
Ja, aber romantisieren wir es nicht. Sie klagte das Erbe ihrer eigenen Familie an. Das ging nicht nur um Gerechtigkeit – es ging um Geld. Und die Exkommunikation? Wahrscheinlich verdient, wenn sie den Namen des Propheten durch den Dreck zog.
Das Trauma, in diesem Drucktopf aufzuwachsen – die öffentliche Beobachtung, die stillen Rivalitäten, das emotionale Chaos unter dem Vorwand 'heiliger Familien' – kein Wunder, dass sie floh. Ihre Entscheidungen waren keine Rebellion. Es war Überleben.
Sie ‘konvertierte’ nicht einfach – sie fand eine Mutter in der Jungfrau Maria und ein geistiges Zuhause, in dem Frauen heilige Rollen jenseits der Kinderkriegen hatten. Nach einem Leben unter männerdominierter Kontrolle muss sich das wie Befreiung angefühlt haben.
Vergessen wir nicht: Ihr Ehemann war der Anwalt, der gegen Brigams Erbe klagte UND Mark Twain vertrat. Das ist nicht nur ein Detail – das ist ein ganzer historischer Thriller-Handlungsstrang.
Ihr Urenkel ist ein Trappistenmönch? So eine Wendung schreibt man in Romanen. Ein Zweig hält die Tempelschlüssel, der andere wacht über Stille im Kloster. Poesie.
Aber hat sie Polygamie wirklich ‘gehasst’? In ihrem Brief sagt sie, Ehefrauen ‘hassten einander mit tödlichem Hass’ – aber das ist immer noch ihre Aussage. Und die Kirche war nicht neutral. Sie wurde verleumdet, exkommuniziert, verklagt. Sie hatte allen Grund dafür.
Susa nannte sie ‘das Idol beider Herzen, ihres und Brigams’, und rief sie trotzdem zur Kirche zurück. Diese Art Liebe über solche Trennung hinweg? Das ist hier das wahre Wunder.