Trump Rolls Out the Red Carpet for MBS — But Is This Diplomacy or a Business Trip?
Trump holt MBS mit rotem Teppich ab – Doch ist das Diplomatie oder ein Geschäftsbesuch?

Trump fährt alle Register für Kronprinz Mohammed bin Salman – Militärkapellen, Dinner im Smoking, sogar Melania persönlich kuratiert die Gästeliste. Offiziell ist es ein ‚Arbeitsbesuch‘, aber seien wir ehrlich: Es ist ein Staatsbesuch in allem außer im Namen. Die Optik schreit nach Allianz, doch der Unterton flüstert von Milliarden in Waffenlieferungen und Immobilienprojekten.
Der eigentliche Preis? Dass Saudi-Arabien den Abraham-Abkommen beitritt. Doch während Trump Fortschritte beschwört, verlangt der Kronprinz weiterhin einen echten Weg zur palästinensischen Staatlichkeit – etwas, das Trumps Waffenstillstandsabkommen für Gaza nicht liefert. Und nicht zu vergessen: Kushners saudigefördertes Investmentfonds und die Immobilienprojekte der Trump-Familie in Riad lassen das Ganze eher wie ein Familienunternehmen als wie Außenpolitik aussehen.
Jeder ist besessen von Optik und Ethik, aber die eigentliche Geschichte ist das Rüstungsabkommen. Wir sprechen von F-35-Jets, Patriot-Systemen, vielleicht sogar von nuklearer Technologieaustausch. Dies ist eine strategische Kehrtwende – nicht nur für die saudische Sicherheit, sondern für das regionale Machtgefüge.
Wir tun also so, als wäre der Mord an Khashoggi nie passiert? Der Mann hat eine Ermordung in einem Konsulat genehmigt und bekommt jetzt ein Abendessen mit rotem Teppich. Das ist keine Diplomatie – es ist moralische Bankrotterklärung mit Militärkapelle.
Geschichte wiederholt sich: Nixon küsste Mao, Reagan verhandelte mit den Sowjets. Man verhandelt mit Gegnern oder strategischen Partnern, nicht nur mit ‚netten Typen‘. Das ist Realpolitik 101. Die USA brauchen saudisches Öl und Stabilität im Golf. Hören Sie auf zu moralisieren und anfangen zu denken.
Realpolitik ist keine Freikarte, Kriegsverbrechen zu ignorieren. Wir können nationale Interessen schützen, ohne Autokraten zu unterstützen. Zu behaupten, MBS sei ein Reformer, nur weil er Vision 2030 ins Leben gerufen hat, macht seinen Autoritarismus nicht ungeschehen.
Gerechter Einwand. Doch wenn wir konsequente Ethik anwenden, sollten wir auch Besuche mit China, Ägypten, den VAE absagen – wer genau erhält denn das Gütesiegel der moralischen Reinheit?
Bei diesem Dinner werden mehr CEOs als Senatoren anwesend sein. Trump wirbt nicht nur um MBS – er verkauft saudischen Zugang an amerikanische Milliardäre. Es ist weniger Staatskunst, sondern mehr Start-up-Pitch.
Vergessen wir nicht: FDR empfing Stalin in Jalta. Diplomatie ist nichts für Heilige. Man verhandelt mit denen, die die Macht haben – auch wenn man hasst, was sie getan haben.
Klar, man kann Biden dafür kritisieren, MBS getroffen zu haben. Aber Trump hat ihn nach Khashoggi nie sanktioniert. Das Einzige, was hier konsequent ist, ist Doppelmoral – und der Profit der Trump-Familie.