Is Japan Finally Ending Its 30-Year Financial Coma? BOJ Hints at Rate Hike That Could Reshape Asia’s Economy
Endet Japans 30-jähriger finanzieller Koma-Zustand endlich? BOJ andeutet Zinserhöhung, die Asiens Wirtschaft neu gestalten könnte
Nach drei Jahrzehnten mit Minuszinsen und wirtschaftlichem Dauer-Dämmerzustand flüstert die Bank of Japan endlich das verbotene 'R'-Wort: Zinserhöhung. Gouverneur Kazuo Ueda, bekannt für seine Zurückhaltung, gab stillschweigend ein Beben frei, als er sagte, man sei 'einem anhaltenden 2-Prozent-Inflationsziel näher'. Überlegt euch das mal – Japan, das Land, in dem Deflation eine Lebensphilosophie war, könnte tatsächlich gewinnen. Aber lasst den Sake noch im Keller.
Die Märkte rechnen mit 0,75 Prozent Zinsen – mehr als jemals seit 1995. Doch echte wirtschaftliche Heilung braucht mehr als nur Zahlen. Werden japanische Haushalte sich endlich reicher fühlen, oder ist das wieder eine von oben erdachte Illusion, verpackt in trockene Amtssprache? Das Gespenst der verlorenen Jahrzehnte spukt noch immer in Konferenzräumen.
Als jemand, der diesen Zug 20 Jahre lang Schnecken-Tempo hat fahren sehen, bin ich vorsichtig optimistisch. Das echte Problem ist nicht die Zinserhöhung – sondern ob Großunternehmen Japaner endlich bezahlen, als wäre es 2023 und nicht 1993. Kein Lohnwachstum, keine echte Inflation. Die Zentralbank putzt nur den Dreck der anderen weg.
Endlich. Die BOJ tritt dem Club der monetären Normalisierung nach der Pandemie bei. Der Yen war viel zu lange künstlich schwach. Eine stärkere Währung könnte sogar helfen, importierte Inflation zu dämpfen. Ach, und Exporte? Seien wir ehrlich – sie sind seit den 2000ern überschätzt. Zeit, dass die Binnenkonjunktur ans Steuer geht.
Zinsen erhöhen? Viel Glück beim Überzeugen japanischer Verbraucher, die immer noch erwarten, dass Preise jedes Jahr sinken. Ich erinnere mich an einen Fernseher 2005, der weniger kostete als das gleiche Modell 2003. Das ist die Einstellung, gegen die wir ankämpfen.
Dies ist der Moment, auf den wir gewartet haben. Setzt massiv auf fallenden Yen – er steht vor dem Einbruch.
Lassen Sie uns nicht vorgreifen. Die BOJ hat schon früher zurückgezuckt. Erinnern Sie sich an 2016? Sie redeten hart, drehten aber Monate später wieder um. Das hier könnte nur Gerede sein, um Erwartungen zu steuern.
Genau. Sie haben schon früher an diesem Seil gezogen – schwer, Inflation herbeizuziehen, wenn das andere Ende an stagnierenden Löhnen festhängt.
Amen! Letzte Woche habe ich meiner Cousine gesagt, dass die Preise steigen – da lachte sie. Sagte, ihr Gehalt sei seit 2010 unverändert. Warum sollte sie an Inflation glauben?
Und vergessen Sie nicht – ein stärkerer Yen bedeutet günstigere Importe, was deflationären Druck zurückbringt. Die BOJ läuft hier auf einem Seil.