Motley Crue Wants Fans to Pick the Setlist—Is This Genius or a Cop-Out?
Motley Crüe will, dass Fans die Setlist wählen – Genial oder Ausweichmanöver?

Motley Crüe bringt die Carnival of Sins-Tour zurück – 33 Auftritte, mit Tesla und Extreme – und Fans stecken bereits tief im 'Was kommt in die Setlist?'-Kaninchenloch. Bassist Nikki Sixx hat verraten, dass sie tiefere Songs wie 'On With the Show' und 'Starry Eyes' erwägen, aber der Clou: Fans könnten tatsächlich abstimmen, was gespielt wird.
Sixx gibt zu, dass es ein ständiger Kampf ist: Hardcore-Fans wollen seltene Songs, während Gelegenheitshörer nur 'Dr. Feelgood' und 'Girls, Girls, Girls' hören wollen. Aber Hits auszulassen, riskiert, die Kernfans zu verlieren – erinnert ihr euch an Bowies berüchtigte Tour ohne Hits? Ironischerweise könnte Crue mit der Fan-Abstimmung endlich das ewige Dilemma einer Rockband lösen: wie man alle zufriedenstellt, ohne zum Musikautomaten zu werden.
Aus produktionstechnischer Sicht klingt eine Fan-Abstimmung chaotisch. Jede Änderung der Setlist bedeutet, Monitor-Mixes, Lichtsequenzen und sogar Pyro-Timing neu einzustellen. Das ist kein Spotify-Playlist – wir sprechen von synchronisiertem Chaos aus Verstärkern und Egos. Aber hey, wenn die Band wirklich zuhört, könnte es das Live-Erlebnis vertiefen.
Endlich! Ich schreie seit 1987 dafür, dass 'Nasty Boys' in die Setlist kommt. Und fangt erst gar nicht mit 'Starry Eyes' an – der Song ist sträflich unterschätzt. Wenn sie 'Girls, Girls, Girls' ein einziges Mal streichen, um seltenere Songs zu spielen, dann glaube ich endgültig wieder an den Rock ‘n’ Roll.
Sie hatten bereits eine Residency in Las Vegas. Sie wissen, was funktioniert. Diese 'Fan-Abstimmung' ist PR-Genie – sie lässt Fans mitgestalten, während die Band hinter den Kulissen die Kontrolle behält. Nennt mich zynisch, aber ich kenne dieses Spiel bereits.
Genau. Und vergesst nicht: Vincents Erholung bedeutet, dass sie zuverlässige, risikoarme Setlists brauchen. Das Letzte, was sie wollen, ist, dass er mitten im Konzert seine Stimme verliert, weil ein seltener Song für die Stimme zu anstrengend ist.
Das ist eine Meisterklasse in Fan-Engagement. Es geht nicht nur um Songs – sondern um emotionales Eigentum. Wenn Fans das Konzert mitgestalten, sind sie nicht nur Anwesende, sondern Mitgestalter. Das verwandelt passive Konsumenten in aktive Teilnehmer. Crue mag älter werden, aber ihre Social-Strategie? Scharf wie ein Dolch.
Alter, spiel einfach 'Kickstart My Heart' und lass Vince ins Leere schreien. Mehr brauch ich nicht. Der Rest ist Museumszeug.
Selbst 'Museumszeug' hat emotionale Resonanz. Für manche Fans ist das Hören einer vergessenen B-Seite live keine Nostalgie – es ist Katharsis.
Übrigens: Witziger Fakt: Zwischensets die Gitarrentöne für seltenere Songs zu wechseln? Ein totales Alptraum. Aber hey, wenn die Leute 'Merry-Go-Round' wollen, dann holen wir wohl das Pedalboard von 1989 raus.