Is Tesla's China Model Y L a Sign of Corporate Malaise? Or Just Playing Oldsmobile in Beijing?
Ist Teslas China-Modell Y L ein Zeichen von Unternehmens-Debilität? Oder spielt Tesla nur Oldsmobile in Peking?

Seien wir ehrlich: Teslas neuer Model Y L, gebaut für chinesische Großfamilien, sollte ein Volltreffer sein. Größer, längere Radbasis, drei Sitzreihen – auf dem Papier ist er die logische Weiterentwicklung. Doch im Tesla-Store in Guangzhou hineinzusitzen? Es fühlte sich an wie Déjà-vu mit mehr Plastik und weniger Tageslicht.
Der wahre Schock war nicht der geringe Kopfplatz in der dritten Reihe (obwohl ich bei 1,75 m schon die Decke streifte). Es war der Vergleich mit einem Li Auto i8 zwei Mallgängen weiter. Der i8 hat Deckenbildschirme, Massagesitze und Materialien, die nicht schreien 'Mietwagen'. Tesla hinkt nicht nur hinterher – seine Designphilosophie wirkt wie eingefroren im Jahr 2018.
Schlimmer noch: Teslas einst innovatives Full-Self-Driving-System beeindruckt in China nicht mehr. Fast jede einheimische Marke hat mittlerweile ebenso leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme. Derweil hat XIAOMIs YU7 – ja, XIAOMI – den Model Y erstmals übertroffen. Wenn ein Handyhersteller ein besseres Familien-E-Auto baut als der Pionier, sollte man vielleicht in Panik geraten.
Ich hasse es, das zu sagen, aber das klingt plausibel. Bei uns in der Zentrale waren wir immer unterbesetzt. Elons Besessenheit von Robotaxis und humanoiden Robotern zieht Forschungsgelder von der Feinabstimmung der Fahrzeuge ab. In China interessiert Optimus niemand – sie wollen ruhige Innenräume und weiches Leder. Tesla verteilt seine Ressourcen falsch.
Das ist fast lächerlich. Die amerikanische Presse behandelt Tesla noch als Störenfried, aber hier in China gilt es bereits als etabliert. Xiaomi, Nio, BYD – sie sind die neuen Teslas. Der Model Y L wirkt wie eine veraltete Plattform, gewaltsam gedehnt, um eine Lücke zu füllen. Keine Innovation, nur Verzweiflung.
Können wir endlich aufhören mit den 'Tesla geht zugrunde'-Thesen? Der Model Y L ist ein Brückenbauer, klar, aber die echte Zukunft sind Robotaxis. Wenn man ein fahrerloses Auto für 0,20 €/km rufen kann, wird niemanden kümmern, wie die dritte Sitzreihe 2024 war.
Robotaxis? In China unter strenger staatlicher Aufsicht getestet. Niemand skaliert das aktuell. Inzwischen unterschreiben Familien heute Leasingverträge. Man kann ihnen keine Hoffnung verkaufen. Man verkauft Komfort.
Genau das ist in den 80ern mit GM und Ford passiert. Sie hatten Markenliebe, verkauften weiter alte Designs mit kleinen Änderungen und wurden von schlanke, innovativen japanischen Marken vom Markt gefegt. Klingt bekannt?
Ich bin den i8 gefahren. Kein Vergleich. Er hat Ambientebeleuchtung, die sich an die Musik anpasst. Die Sitze umarmen dich. Die Luftreinigung hat einen Kindermodus. Währenddessen hat der Model Y meines Freundes immer noch keine sinnvolle Becherhalter-Lösung. Kein Wettbewerb – ein Relikt.
Moment – Tesla verkauft den Y L nicht in Europa? Warum diskutieren wir dann darüber? Klingt, als würde die amerikanische Presse ihre eigene Lethargie projizieren.
Gültiger Punkt. Doch China ist nun Teslas größter Markt und Designlabor. Was in Shanghai passiert, hallt in Berlin wider. Diese Lethargie ist kein lokaler Trend – es ist ein Warnsignal.