Christmas Music Overload: Are Radio Stations Jumping the Gun or Giving Us Exactly What We Want?
Weihnachtsmusik-Überflutung: Springen Radiosender zu früh auf den Zug auf – oder geben sie uns genau das, was wir wollen?

Über zwei Dutzend Radiosender haben bereits auf Dauer-Weihnachtsmusik umgestellt – noch vor Thanksgiving. Louisville wurde zum ersten Markt, in dem nicht nur ein, sondern zwei Sender nun Schlittenglöckchen und Mariah Carey im Dauereinsatz spielen.
Und ja, in Kanada hat es bereits am Halloween angefangen. Was kommt als Nächstes? Kürbiskern-Gewürz im Juli?
Ich liebe es. Nach diesem total verkorksten Jahr nehme ich Weihnachtsfreude gerne früh. Wenn es Menschen zum Lächeln bringt, warum warten?
Es geht nicht um Sentimentalität – es geht um Werbeeinnahmen. Werbetreibende zahlen mehr während der 'Feiertagsstimmung'. Früher anfangen, die Saison verlängern, Gewinne maximieren. Einfach.
Zu meiner Zeit haben wir den Kalender respektiert. Heute ist Weihnachten wie ein 24/7-Themenpark. Was kommt als Nächstes – Ostern im Februar?
Als Strateg:in verstehe ich das. Emotionale Verankerung funktioniert. Menschen sehnen sich nach Nostalgie. Warum glaubt ihr, dass Marken ihre Feiertags-Werbung bereits im Oktober veröffentlichen?
Nein. Einfach nein. Ich habe noch nicht mal meine Halloween-Süßigkeiten aufgegessen.
Meine Schüler summen bereits im November 'All I Want for Christmas'. Der kulturelle Sog ist echt.
Profi-Tipp: Wechsle die Playlist. Sonst wirst du bis zum 10. Dezember wahnsinnig.
Nostalgie ist nicht nur was für Boomers. Auch Gen Z sehnt sich danach – nur verpackt in ironischer, digitaler Form. So kommen wir klar.