Publish or Perish for Profit: Is Science Being Held Hostage by $14 Billion in Paywalls and APC Scams?
Publizieren oder untergehen – für Profit: Wird die Wissenschaft von 14 Milliarden an Paywalls und APC-Betrugsystemen gefangen gehalten?

Die wissenschaftliche Verlagsindustrie ist ein Betrug, der auf unbezahlter Arbeit, Steuergeldern und Karriereangst aufbaut. Forscher schreiben die Artikel, begutachten sie gratis – und werden dann dafür bezahlen, ihre eigene Arbeit zu lesen, oder zahlen 3.000 Dollar ‚Open-Access-Gebühr‘, um sie zu veröffentlichen. Währenddessen meldet Elsevier 37 % Gewinnmarge und verdient mehr als Apple und Exxon.
Das System ist nicht kaputt – es funktioniert exakt wie geplant. Verlage profitieren von der ‚publizieren-oder-untergehen‘-Kultur und verwandeln die Begutachtung in eine kostenlose Content-Mühle. Jetzt kassieren sie bei ‚Open Access‘ ab, indem sie Forscher dafür bezahlen lassen, zu publizieren. Wenn das ein Pyramidensystem wäre, wäre es längst verboten.
Das trifft mich direkt. Ich habe sechs Monate an einem Paper gearbeitet, drei andere gratis begutachtet – und soll jetzt 2.500 Dollar zahlen, damit es ‚Open Access‘ ist. Mein Betreuer sagt, nur so wird es gesehen. Das ganze System wirkt wie manipuliert – zu Lasten echter Wissenschaft.
Die Lösung liegt auf der Hand: Umstieg auf gemeinnützige Diamond-OA-Zeitschriften. Sie sind gratis zum Veröffentlichen und Lesen. Wir haben schon Plattformen wie SciPost. Die Technik ist da – was fehlt, ist der akademische Mut, das Prestige-Spiel zu beenden.
Unsere Universitätsbibliothek hat letztes Jahr 4,2 Millionen Dollar gezahlt, um Zugang aufrechtzuerhalten. Das sind 12 % des gesamten Budgets. Diese Verträge sind räuberisch – man kann nicht verhandeln, nicht kündigen. Sie sperren dich ein wie bei einer Mafia-Schutzgeld-Erpressung.
Das eigentliche Problem ist nicht der Profit – sondern dass Prestige die Währung der akademischen Welt ist. Solange Einstellungskommissionen Wirkung über Markenname von Zeitschriften setzen, wird sich nichts ändern. Verlage sind keine Bösewichte; sie nutzen nur ein kaputtes System aus.
An Doktorand im Dauerstress: Ich verstehe dich. Aber jedes Mal, wenn ein Forscher SciPost statt Nature wählt, verliert das System an Legitimität. Es ist ein langsamer Aufstand – aber er wächst.
Ich würde gern in Diamond-OA-Zeitschriften publizieren, aber meine Fakultät sagt, das sei ‚nicht anspruchsvoll genug‘. Ohne Publikation in JAMA oder NEJM werde ich keine Habilitation bekommen. Idealismus ist ein Luxus, den Nachwuchsforscher sich nicht leisten können.
Es wird schlimmer: ‘Paper-Mills’ und KI-generiertes Unsinn überfluten die Zeitschriften. Warum? Weil in diesem System Quantität > Qualität gilt. Die Begutachtung ist überlastet. Wir geben unsere Glaubwürdigkeit an Algorithmen und Betrüger ab.
Als ich anfing, wurden Zeitschriften von Fachgesellschaften geführt und durch Fördergelder finanziert. Wir publizierten, um Wissen zu teilen. Heute? Ein Corporate-Branding-Exercise. Traurig.