Is Black Friday Still a Deal or Just Inflation Theater?
Ist Black Friday noch ein echtes Schnäppchen – oder nur Inflations-Show?

Also hängen Einzelhändler 'Black-Friday'-Schilder an Rabatte, als sollten wir das wie naiv gekleidete Erstsemester glauben. Aber Achtung: Dieser sogenannte Kaufanreiz ist meist nur verkleidete Inflation. Du sparst nicht mehr – du gibst mehr aus für denselben Kram, dank Preistarnung.
Die eigentliche Geschichte steckt nicht in den schreienden '50 % Rabatt!'-Bannern. Sie steckt in der Menge. Wir kaufen mehr, aber nicht, weil wir reicher sind – sondern weil die Preise uns dazu zwingen. Das ist kein Kaufrausch. Es ist Krisenbewältigung mit Glitzerbeilage.
Als jemand, der 15 Jahre lang im Sortimentsmanagement arbeitete, sag ich Ihnen: Die Rechnung stimmt dieses Jahr nicht für den Verbraucher. Händler machen keine Gewinnminderungen – sie optimieren die Illusion von Wert. 'Kauf eins, zahle die Hälfte beim zweiten' wirkt besser als ein flacher 25-%-Rabatt, auch wenn die Ersparnis identisch ist. Die Wahrnehmung schlägt stets die Realität.
Mich interessieren keine Illusionen. Ich brauche Socken, Shampoo und einen warmen Mantel für mein Kind. Wenn ich sie jetzt günstiger bekomme, hab ich gewonnen. Das hier ist Überlebensmodus, kein Verhaltensökonomie-Seminar.
Man kann das System durchaus schlagen. Ich verfolge die Preise meiner Wunschprodukte seit Oktober. Einige Rabatte sind echt. Körperpflege bei Target? 18 % günstiger. Aber diese '50 % Rabatt' auf die Spielekonsole? Wurde dieses Jahr zweimal erhöht. Macht eure Hausaufgaben, Leute.
Schauen wir auf die Zahlen: Die Kerninflation bei Konsumgütern liegt immer noch bei 5,7 %. Selbst wenn Sie bei einer Jacke '30 % sparen', zahlen Sie 27 % mehr als vor zwei Jahren. Das ist kein Rabatt. Es ist Schuldenaufschub mit Dopamin-Kick.
Genau. Und hier die Sache, die meisten Käufer entgeht: Der 'Referenzpreis' auf dem Schild? Oft vom ersten Tag an übertrieben. Sie erhöhen den gefälschten ursprünglichen Preis, um den 'Rabatt' heldenhaft erscheinen zu lassen. Es ist Einzelhandels-Judo – sie nutzen Ihre eigene Dynamik gegen Sie.
Ihr alle schaut auf die Preise. Ich schaue auf den Planeten. Diese ganze 'Sparlogik' befeuert Überkonsumtion. Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, verschiffen sie über Zeitzonen, dann werfen wir sie nach zwei Nutzungen weg. Das ist kein Einzelhandel – es ist ökologische Trauer, verkleidet als Freude.
Respekt für den Umweltaspekt. Aber das Budget meiner Familie ist im Minus. Für einige von uns ist 'ethischer Konsum' ein Luxus, den wir uns nicht leisten können. Wir kaufen, was wir brauchen, wenn es am günstigsten ist. Das ist nicht Gier – das ist Anstand in der Krise.
Profi-Tipp von innen: Schaut Samstag um 2 Uhr nachts nach den Preisen. Dann setzen Algorithmen neu. Black Friday ist kein Tag – es ist ein psychologischer Marathon mit Sammelpunkten.