Portland’s $1.4B Big Pipe Just Hit Max Capacity—Is ‘Sewer Weather’ the New Normal?
Portlands 1,4-Milliarden-Dollar-Big-Pipe-Projekt ist vollgelaufen – Ist „Sewer-Wetter“ jetzt der neue Normalzustand?
Mal klarstellen: Eine 1,4-Milliarden-Dollar-„Lösung“, die eigentlich Überläufe fast beenden sollte, erreicht nach 3,8 cm Regen bereits 100 Prozent Kapazität. Der Big Pipe galt als Kronjuwel der städtischen Infrastruktur und sollte die Überläufe von 50 auf 4 pro Jahr reduzieren. Doch jedes größere Unwetter verwandelt den Willamette-Fluss immer noch in eine ‚Nicht-anfassen‘-Zone?
Man hat das als klimaresiliente Lösung vermarktet, aber es sieht eher nach Klima-Theater aus. Wann geben wir endlich zu, dass unsere Infrastruktur dem Himmel nicht mit Geld davonlaufen kann?
Ihr seht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das System soll nicht 100 Prozent des Regenwassers auffangen – es soll die kombinierten Überläufe im Jahresverlauf drastisch reduzieren. Es funktioniert genau wie geplant. Früher hatten wir 50 Überläufe, jetzt nur noch 4. Das ist kein Versagen – das ist Fortschritt.
Schöne Statistiken. Doch letzter Monat hatte ich nach dem Überlauf immer noch Hautausschlag. Fortschritt fühlt sich nicht an wie Fortschritt, wenn man sich schält wie ein sonnenverbrannter Tourist.
Infrastruktur für Niederschlagsmuster von 2010 zu planen – im Jahr 2024 – ist wie einen Regenschirm beim Hurrikan aufzuspannen. Die Leitung versagt nicht – sie ist einfach hoffnungslos veraltet. Wir passen uns nicht an. Wir räumen nur noch die Stühle auf der Titanic um.
Hinter den Kulissen weiß die Stadt, dass das ein Glückstreffer war. Man diskutiert leise über Phase 2: grüne Infrastruktur, durchlässige Bodenbeläge, Dachwasserrückhaltung. Doch die Finanzierung? Das ist das eigentliche Überlaufproblem.
Ich habe diese Leitung bezahlt. Perfektion habe ich nicht erwartet. Aber ich dachte, ‚seltener Überlauf‘ bedeute nicht ‚jährliche Flussquarantäne‘. Wir können mit intelligenterer Wasserverwaltung besser abschneiden. Und aufhören, Schuld zuzuschieben.
In den 1890ern floss nach Regen rohes Abwasser durch die Straßen von Portland. Diese Leitung steht für 130 Jahre Fortschritt. Wir mögen ungeduldig sein, aber wir stehen auf den Schultern von Ingenieuren, die das Problem tatsächlich schon einmal gelöst haben.
Mein Dachgarten hat diese Woche mehr Wasser abbekommen als der Big Pipe. Und ich brauchte dafür nicht einmal eine 1,4 Milliarden schwere öffentliche Anleihe. Vielleicht liegt die Lösung nicht in größeren Rohren, sondern in tausend kleinen Lösungen?