Is the Job Market Ghosting Job Seekers? 7.1 Million Openings but Hiring in Purgatory
Ignoriert der Arbeitsmarkt die Bewerber? 7,1 Millionen Stellen offen – doch die Einstellungen stecken im Niemandsland
Analysieren wir das mal: Arbeitgeber schrieben im November 7,1 Millionen Stellen aus – gegenüber 7,4 Millionen zuvor. Ein Rückgang, ja – aber kein Zusammenbruch. Die eigentliche Nachricht? Die Entlassungen sinken, also halten Firmen ihre Belegschaft. Aber sie stellen nicht ein. Es ist, als stünden alle am Beckenrand, starrten ins Wasser und trauten sich nicht, reinzuspringen.
Diese 'niedrige Einstellungs- und Entlassungsrate' ist seltsam stabil. Wer einen Job hat, fühlt sich sicher. Aber wer arbeitslos ist, steckt in einem grausamen Paradox: jede Menge 'freie Stellen' – doch keine Rückmeldung. Offenbar bedeutet 'offen' nicht 'einstellen'.
Seien wir ehrlich: 'Offene Stellen' im JOLTS-Datensatz sind nicht gleich aktive Einstellungsvorhaben. Manche sind nur Platzhalter, andere veraltete Einträge. Heute agieren wir risikoscheu. Budgets sind knapp. Zu versprechen, einzustellen, ist leicht. Es auch wirklich zu tun? Dazu braucht es eine Vorstandsrunde.
Ich habe letztes Quartal versucht einzustellen. 8 Stellen ausgeschrieben. 1.200 Bewerbungen erhalten. 15 vorgestellt. 3 Angebote gemacht. Zwei lehnten ab. Eine Person blieb am ersten Tag weg. Jetzt bin ich fertig. Mein Chef will Zahlen, keine Menschen. Willkommen im Zombie-Stellenmarkt.
Niedrige Entlassungen plus niedrige Einstellungen = strukturelle Engpässe. Das ist keine Angst, sondern Optimierung. Unternehmen streichen Überflüssiges und maximieren Effizienz. Der Arbeitsmarkt wird 'durchgestylt'. Für Bewerber hässlich – für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wunderschön.
Ich habe bei 147 Jobs beworben. 3 Antworten. Eine war automatisch: 'Danke, aber nein'. Die beiden anderen? 'Wir haben uns für einen erfahreneren Kandidaten entschieden.' Alter, ich arbeite seit ich 16 bin. Was ist 'erfahrener', als diese Wirtschaft zu überleben?
Zur Klarstellung: Die JOLTS-Daten sind verzögert. Zudem werden viele 'offene' Stellen nur ausgestellt, um Konkurrenten einzuschüchtern oder Wachstum vorzuspielen. Tatsächliche Einstellungen? Passieren leise, über Empfehlungen. Der öffentliche Markt ist eine Inszenierung.
Genau. Empfehlungen sind die wahre Quelle. Öffentliche Ausschreibungen dienen hauptsächlich der juristischen Absicherung und zum Schein. Das weiß jeder.
Also ist das Spiel durchgeplant? Super. Jetzt weiß ich wenigstens, warum meine 40 Stunden Bewerbungen genau eine automatische Antwort bringen.
Wir befinden uns im Spätstadium des Arbeitsmarkt-Kapitalismus. Jobs sind performative Inszenierungen. Beschäftigung geht nicht um Arbeit – sondern darum, Investoren Stabilität vorzuspielen. Der Arbeitnehmer? Entbehrlich. Der Schein? Unbezahlbar.