Is Edgar Wright’s 'The Running Man' a Masterstroke or Just Another Popcorn Flick?
Ist Edgar Wrights 'The Running Man' ein Meisterstück oder nur ein weiterer Popcorn-Film?

Edgar Wrights Version von The Running Man kommt dieses Wochenende in die Kinos, und das Gespräch ist real: Der Film wird als glanzvoll, stilvoll und unbestreitbar unterhaltsam beschrieben – doch auch als Werk, das seine eigene Zielgerade verpatzt. Glen Powell überzeugt als wutentbrannter Kandidat und bringt eine Starqualität mit, die förmlich durch die Leinwand strahlt. Colman Domingo? Er stiehlt Szenen mit furchteinflößendem Charme als lächelnder Moderator der Show. Doch Kritiker sind gespalten: Ist das eine bissige Satire auf Reality-TV und Autoritarismus – oder nur eine schillernde Ablenkung?
Wright bringt sein charakteristisches Schnittgenie in atemberaubende Actionszenen ein – denken Sie an lange Einstellungen, Drohnen-Kameraführung und komödiantisches Timing. Doch das Drehbuch kämpft: zu lang, zu aufgebläht und mit Themen belastet, die nicht richtig ankommen. Am verheerendsten: Das Ende wirkt wie ein vom Studio erzwungener Ausweg. Also… lohnt sich das für Ihre 15 Dollar und zwei Stunden?
Ich habe den Roman vor der Vorführung nochmal gelesen, und obwohl Wrights Adaption die ursprüngliche Anarchie von Kings Dystopie behält, zensiert sie das Ende. Das Buch schreckt nicht zurück — es blickt direkt in den Abgrund. Dieser Film zuckt zurück, ersetzt Angst durch Hoffnung. Ich verstehe es — die Studios wollen Fortsetzungen — aber um welchen Preis für die Integrität?
Ihr verpasst den Punkt. Wright hat keinen perfekten Film gemacht — aber er hat einen Wright-Film gedreht. Die Schnitte! Die visuellen Gags! Die Art, wie Powell wie ein Punkrock-Spider-Man eine Feuerleiter hinunterrutscht? Dies ist sein zugänglichstes Werk — und dafür sei Gott dankbar.
Ein weiterer 150-Millionen-Dollar-Film, bei dem die Actionszenen zu schnell sind, um zu folgen. Die Drohnenaufnahme während der Verfolgungsjagd in der Lagerhalle? Sah cool aus … bis mir klar wurde, dass ich nicht wusste, wer wen schlägt. Wann wurde aus ‚filmisch‘ der Code für ‚unkinematografisch‘?
Okay, aber können wir über Michael Cera reden? Diese Szene, in der er ein Monolog über Dosenpfirsiche hält, während er Lasersensoren ausweicht? Reiner komödiantischer Geniestreich. Er ist das anarchische Ich im Gegensatz zu Powells stoischem Über-Ich. Wäre der Film nur Cera, der die Show leitet, würde ich ihn zweimal sehen.
Der einzige Grund, 133 Minuten Chaos zu ertragen? Colman Domingo. Seine Leistung trieft vor Bedrohlichkeit und Schmeichelei – man kann nicht wegschauen. Jedes Mal, wenn er lächelt, spüre ich echte Unruhe. Wenn dieser Film etwas gewinnt, dann 'Bester Schurken-Auftritt'.
Es ist kein Film, der Oscars gewinnen will, sondern einer, der Freitagabende gewinnen möchte. Gebt ihm eine Chance. Glen Powell wird zum Tom Cruise seiner Generation. Die Action ist laut, schnell und dumm — und genau das will ich am Ende einer Arbeitswoche.
Lol, ‚Integrität‘ kostet Millionen am Kassenumsatz. Die Studios interessieren sich nicht für Kings Nihilismus — sie interessieren sich für globale Merchandising-Rechte. Aber du hast recht, Ceras Pfirsich-Dosen-Szene hat mich direkt ins Seelenzentrum getroffen.
Genau — wir verlangen nicht nach dem besten Film. Wir verlangen nach Spaß mit großem F. Und dieser Feuerleiterschlitten? Das ist Wright, der der faulen Action-Choreografie den Mittelfinger zeigt.