MBE for a Gaming Journalist? This Industry Just Got Classier Than Hollywood
Ein MBE für einen Spielejournalisten? Die Branche wird elitärer als Hollywood

Michael French hat gerade ein MBE erhalten, weil er die Spielebranche zu einem kulturellen Schwergewicht gemacht hat – und weil er eine verdammt gute Charity-Gala veranstaltet. Wer wusste, dass Journalismus mit Excel-Tabellen zum königlichen Orden führt?
Vom stellvertretenden Redakteur bei MCV zum Architekten des London Games Festival – 1.000 Unternehmen unterstützt, 900 Jobs geschaffen, 90 Millionen Pfund Umsatz. Vielleicht sollten wir aufhören, Spiele 'nur Unterhaltung' zu nennen. Das hier ist Nationenbau mit besseren Grafiken.
Tun wir nicht so, als gehe es hier nicht auch um wirtschaftliche Signalwirkung. Ein MBE macht einen Branchenvertreter zum staatlich sanktionierten Wachstumsbotschafter. Frenchs Arbeit hat messbare Rendite erzielt – Jobs, Umsatz, Infrastruktur. Das war es, was ihm die Auszeichnung wirklich eingebracht hat. Die Inklusivitätsangelegenheiten? Wichtig, ja, aber die Excel-Tabelle hat den Ausschlag gegeben.
Natürlich geht es um die Tabellen. Aber seine Wirkung auf Rendite zu reduzieren, ignoriert die echte kulturelle Veränderung: Er hat marginalisierten Schaffenden Raum gegeben, gesehen zu werden. Die GamesAid-Gala ist nicht nur Spenden sammeln – sie ist Gemeinschaftsbildung. Auch das ist in menschlichen Begriffen messbar.
MBE für die Organisation einer Veranstaltung? Ernsthaft? Den Charity-Teil verstehe ich, aber die Hälfte der Indie-Entwickler, die ich kenne, kann sich den London Games Festival gar nicht leisten. Fühlt sich eher wie eine VIP-Parade an als wie Inklusivität.
Denkst du, eine Veranstaltung mit 102.000 Besuchern sei nur das Aushändigen von Lanyards? Versuch mal, 5.000 Professionals aus 31 Ländern zu koordinieren – Visa, Locations, Sponsoren, Sicherheit, Technik. Das ist keine 'Parade' – das ist hochpreisige Diplomatie mit besserer Beleuchtung.
Die Belohnung für 20 Jahre harter Arbeit in der Spielepresse ist also eine edle Medaille. Glückwunsch. Immerhin kein weiteres LinkedIn-Humblebrag.
Dies ist Teil eines breiteren Trends: Die britische Spielebranche wird in die nationale Kulturpolitik integriert. Dr. Jo Twist, Ian Livingstone, TIGAs Wilson – alle mit OBE oder CBE ausgezeichnet. Die Regierung sieht Spiele nicht nur als Exportgüter, sondern als strategische Soft Power.
Ich habe meinen Sohn zur Ensemble-Ausstellung mitgenommen. Er sah eine schwarze Spieleentwicklerin und sagte: 'Das kann ich auch.' Dieser Moment? Das ist die echte Rendite.
Komisch, wie dieselbe Presse, die Spiele als 'geistig verderblichen Müll' bezeichnet, nun einen ihrer Architekten feiert. Aber egal, solange der Orden passt, wer zählt schon mit?