Bulgaria Finally Adopts the Euro — But Why Are Half Its Citizens Begging to Keep the Lev?
Bulgarien führt endlich den Euro ein – doch warum flehen die Hälfte seiner Bürger, den Lew weiterzunutzen?
Also, am 1. Januar wirft Bulgarien nach jahrzehntelangem wirtschaftlichen Schwebezustand den Lew endgültig über Bord und tritt der glorreichen Eurozone bei. Endlich hat man einen Platz am Tisch der erwachsenen EU-Treffen in Brüssel!
Doch hier kommt die Wende: Über 50 % der Bulgaren feiern nicht mit. Sie fürchten Preisanstiege, misstrauen Politikern und sehen im Euro ein trojanisches Pferd für ausländische Kontrolle. Geht es hier wirklich um Geld – oder um nationale Identität?
Ich führe einen kleinen Gemischtwarenladen im Stadtzentrum. Wir führen schon seit Monaten Doppelbeschilderung, und glauben Sie mir – die Leute zahlen bereits mehr. Die Preise werden 'vorsichtshalber' aufgerundet. Noch ist es keine Inflation, aber es fühlt sich wie Diebstahl an.
Genau das ist in Kroatien passiert. Zuerst kam die Preisverwirrung, dann der stille Anstieg. Doch nach sechs Monaten gewöhnten sich die Leute daran. Der eigentliche Feind ist die Inflation – nicht die Währung.
Ich lebe jetzt seit zwei Jahren in Deutschland. Im Sommer wieder zum Lew zurückzuwechseln, war, als wäre ich in die Vergangenheit gesprungen. Jede Zahlung war mit Hindernissen verbunden. Der Euro ist langweilig – aber effizient.
Sie verkaufen unsere Souveränität für ein paar zusätzliche Euro im Handel. Als Nächstes nehmen sie uns unsere Sprache, unsere Flagge, unsere Geschichte. Das ist kein Fortschritt – es ist Kolonialismus 2.0.
Seien wir ehrlich: Bulgarien hat 1997 die geldpolitische Souveränität verloren, als es den Lew an den Euro band. Der Euro ist nur der finale Papierkram. Das echte Problem ist das Vertrauen – nicht die Währungsumstellung.
Ihr Ökonomen redet von Vertrauen und Souveränität, aber ich sehe, wie Frau Dimitrova weint, weil ihre Rente bei der Umrechnung halbiert wurde – während die Preise nicht sanken. Deshalb vertrauen euch die Leute nicht.
Regierungen nutzen 'Integration' immer als Vorwand, um Macht zu zentralisieren. Der Euro? Nur ein weiterer Baustein in der Überwachungswirtschaft der EU.
Komisch, wie Menschen sich um Preise sorgen, aber ignorieren, dass die Handelskosten um 1 % sinken werden. Das ist echtes Geld, das gespart wird – und mehr Arbeitsplätze.