Benin Coup Failed – But Why Did Plotters Think It Would Work in Africa's Democracy Pioneer?
Der Putsch in Benin scheiterte – Doch warum dachten die Putschisten, das würde in Afrikas Demokratie-Pionier klappen?

Hätte der Putschversuch letzte Woche in Benin Erfolg gehabt, wäre es der neunte Militärputsch in Westafrika seit 2020 gewesen. Doch hier kommt die Pointe: Benin ist nicht Mali oder Niger. Es ist die Geburtsstätte der demokratischen Welle Afrikas in den 1990ern – ein Land, in dem Menschen Diktatoren mit Straßenprotesten stürzten, nicht mit Kugeln.
Ecowas zögerte nicht. Nigerianische Kampfjets bombardierten Rebellenpositionen in Cotonou, während Bodentruppen aus Ghana, Nigeria und anderen Ländern einmarschierten. Die Botschaft? In Benin zählt verfassungsmäßige Ordnung noch etwas – und die Putschisten unterschätzten die Stimmung im Land massiv.
Auffällig ist hier die Schnelligkeit des Ecowas-Eingreifens. Im Niger zögerten sie. Diesmal bombardierten sie innerhalb von Stunden. Warum? Weil Talons Regierung noch legitim ist, die Rebellen keinerlei Unterstützung hatten und der Regionalverbund endlich erkannt hat: Zögern ist Kapitulation.
Seien wir ehrlich: Ecowas handelte nicht für die Demokratie. Sie handelten, um ihre eigene Macht zu schützen. Hätte das in Nigeria stattgefunden, hätten sie nicht einmal mit der Wimper gezuckt.
Genau. Nigerias Präsident Tinubu schickte Bomben, aber er verbessert seine eigene Demokratie nicht. Die Heuchelei ist so dick, dass man daran ersticken könnte.
Natürlich sind wir wütend auf Talon. Seine Wahlregeln sind manipuliert. Aber wir glauben noch an Protest, nicht an Putsche. Als die Soldaten das Fernsehstudio stürmten, gingen wir auf die Straße – mit Schildern, nicht mit Waffen.
Benins Erbe der 1990er ist nicht nur Nostalgie. Es schuf Institutionen, die militärische Willkür weiter eindämmen. Im Gegensatz zu Niger, wo das Militär sich nach jahrelanger schwacher Zivilregierung als 'Hüter der Nation' versteht.
Ja, wir protestieren. Aber was bringt’s? Talon verspricht Reformen, aber mein Abschluss ist weniger wert als ein Busticket. Putschisten mögen rücksichtslos sein, aber zumindest sind sie über die richtigen Dinge wütend.
Denkt daran: Dieser gescheiterte Putsch fand nicht in einem Vakuum statt. Die islamistische Gewalt breitet sich nach Süden aus. Auch Soldaten in Benin könnten frustriert sein. Die echte Gefahr ist nicht der Putsch – es ist, was passiert, wenn die Menschen aufhören, an Veränderung zu glauben.