Yacht Boardwalk Launches in Gray Weather — Is This the Future of Superyacht Excess or Just a Really Big Floating Ego Trip?
Yacht Boardwalk bei Regenwetter gestartet – Ist das die Zukunft des Luxussyachtbau oder nur ein gigantisches schwimmendes Ego-Ding?

Also hat die 117 Meter lange Boardwalk endlich das Wasser erreicht – und das bei winterlichem Nieselregen. Die Ironie? Der Name schreit nach 'sonnigen Promenadengefühlen', doch hier steht sie, dampft durch Pfützen auf der Ablaufbahn. Lürssen hat Jahre lang alles geheim gehalten, und nun sehen wir: zwei Landeplätze für Hubschrauber, drei Pools und ein kompletter Beachclub. Ehrlich gesagt, wer braucht eigentlich so viel Yacht?
Und Überraschung – sie gehört Tilman Fertitta, dem Mann, der bereits eine 76,5 Meter lange Feadship namens Boardwalk besitzt – und davor eine 50 Meter lange Westport. Er ist jetzt US-Botschafter in Italien und plant anscheinend, ab nächsten April auf diesem Ding zu leben. Also, ist das ein diplomatisches Schiff oder doch eher ein Spielplatz für Milliardäre? Wie auch immer – der CO₂-Fußabdruck muss gigantisch sein.
Geben wir demjenigen Anerkennung, der sie verdient – zwei Landeplätze auf verschiedenen Ebenen? Das ist ernsthafte Ingenieursleistung. Der hintere Platz, zwei Decks höher, vermeidet Turbulenzen, die den vorderen beeinträchtigen könnten. Das ist nicht nur Glanz – es ist funktionales Design für den realen Einsatz.
Funktionales Design? Sicher. Aber wir reden hier von einer 117 Meter langen Yacht, deren CO₂-Ausstoß wahrscheinlich den einer Kleinstaat übersteigt. Man kann so viel Eleganz wie möglich konstruieren – aber das ist ökologischer Wahnsinn.
Hören Sie, Reiche werden immer reiche Dinge tun. Statt moralisch zu urteilen, sollten wir vielleicht lieber Luxusyachten genauso besteuern wie Privatjets. Machen Sie, dass sie für ihre Emissionen bezahlen.
Ich verteidige die Emissionen nicht – das sind echte Probleme. Aber darauf hinzuweisen, dass etwas clever konstruiert ist, bedeutet nicht Zustimmung zum Luxus. Wir können den Lebensstil kritisieren und trotzdem die Innovation wertschätzen.
Das fühlt sich an wie das Gilded Age von Neuem – ungeheure Reichtümer, gigantische Luxusdarbietungen und eine Gesellschaft, die es stillschweigend normalisiert. Nur dass jetzt die 'Eisenbahnen' Luxusyachten sind und die 'Raubbarone' Instagram haben.
Ihr verpasst den eigentlichen Punkt. Es geht nicht um Ethik. Es geht um menschliche Genialität. Seht euch diese Linien an! Diese Architektur! Diese Yacht ist eine schwimmende Skulptur.
Endlich jemand, der es sieht. Diese Kurve auf dem Hauptdeck, wo der Beachclub sich öffnet? Reine Kunst. Die Konstruktion muss riesige bewegliche Teile tragen und trotzdem elegant wirken. Hier trifft Funktion auf Form auf höchstem Niveau.
Früher war ein 9-Meter-Segelboot ein Traum. Heute sehen Kinder TikToks von Yachten so groß wie Wohnblocks. Was ist heute eigentlich noch Luxus?